Sindarov geht als Sieger aus dem ersten Kampf hervor, der Frauenkampf wird also in die letzte Runde gehen.
Sindarov hat das Kandidatenturnier 2026 vorzeitig gewonnen. Bei den Frauen entscheidet sich alles in der letzten Runde!
Es gibt Turniere, in denen die Spannung bis zum Schluss lebt.
Und es gibt andere, in denen ein Spieler das Drehbuch vorzeitig zerstört.
Das Kandidatenturnier 2026 hat uns gleich zwei Geschichten auf einmal geliefert.
Im offenen Turnier ist bereits alles entschieden: Javokhir Sindarov wurde vorzeitig Sieger.
Im Frauenturnier dagegen wird die Entscheidung auf die letzte Runde vertagt.
Und genau das macht diesen Zyklus zu einem der kontrastreichsten der letzten Jahre.

Sindarov: Ein Turnier, das den Gegnern aus der Kontrolle geraten ist
Von Beginn an war eines klar: Sindarov war nicht einfach nur zum Spielen gekommen.
Er war gekommen, um sich das Turnier zu holen.
- sichere Eröffnungsvorbereitung
- Präzision in den Schlüsselmomenten
- psychologische Stabilität
- die Fähigkeit, Stellungen konsequent zu verwerten
Das Wichtigste aber war das Gefühl, dass er schneller spielte als das Turnier selbst.
Während die anderen noch nach ihrer Form suchten,
sammelte er bereits Punkte.
Während seine Rivalen vorsichtig agierten,
ging er schon Risiken ein — und gewann.
Ein vorzeitiger Sieg ist auf diesem Niveau eine Seltenheit
Im Kandidatenturnier ist es fast unmöglich, dem Feld „davonzulaufen“.
Das Niveau ist zu dicht.
Es gibt zu viele direkte Konkurrenten.
Doch Sindarov hat genau das geschafft.
Er hat die Hauptfrage des Turniers schon vor der letzten Runde beantwortet.
Und das sagt sehr viel aus:
- über den Unterschied in der Form
- über die Qualität der Vorbereitung
- über die Bereitschaft für einen WM-Kampf
Was das für die Schachwelt bedeutet
Sindarov ist jetzt nicht mehr nur der Turniersieger.
Er ist der nächste Herausforderer der Weltkrone.
Und genau hier beginnt ein neues Druckniveau.
Denn:
- das Kandidatenturnier ist ein Marathon
- ein Titelkampf ist ein psychologischer Krieg
Und nicht immer wird derjenige, der ein Turnier dominiert hat,
automatisch auch zum Favoriten im Match.
Aber eines ist bereits klar:
Im Schach ist ein neues Machtzentrum entstanden.
Und bei den Frauen ist es genau umgekehrt
Während das offene Turnier eine frühe Entscheidung brachte,
hält das Frauenturnier die Spannung bis zum Schluss aufrecht.
Mehrere Spielerinnen haben weiterhin Chancen auf den Sieg, darunter
Alexandra Goryachkina,
Kateryna Lagno
und Bibisara Assaubayeva.
Und hier verändert jedes Ergebnis alles:
- ein einziger Sieg kann eine Spielerin an die Spitze bringen
- ein einziger Fehler kann sie aus dem Rennen werfen
Ein Turnier, in dem sich nicht alles berechnen lässt
Das Frauenturnier geht längst nicht mehr um Strategie auf lange Distanz.
Es geht um einen einzigen entscheidenden Moment.
Die Spielerinnen gehen mit dem Bewusstsein in die letzte Runde:
- es gibt kein Recht auf Vorsicht
- es gibt keinen Spielraum für Fehler
- es gibt keine zweite Chance
Genau solche Situationen bringen die stärksten Partien hervor.
Die Psychologie der letzten Runde
Die letzte Runde ist immer eine eigene Realität.
Hier:
- ist der Druck maximal
- vermischen sich Berechnung und Emotion
- macht die Logik der Intuition Platz
Und oft gewinnt nicht die Spielerin mit der besseren Stellung,
sondern diejenige, die die Spannung besser aushält.
Der Kontrast, der dieses Turnier groß macht
Dieses Kandidatenturnier wird genau wegen dieses Kontrasts in Erinnerung bleiben:
- bei den Männern — die Dominanz eines einzigen Spielers
- bei den Frauen — ein Kampf bis zum allerletzten Zug
Es ist selten, dass zwei Turniere am selben Ort
so völlig unterschiedliche Geschichten liefern.
Ein Ende ist schon geschrieben, das andere beginnt erst
Sindarovs Geschichte ist bereits in die Chronik des Turniers eingegangen.
Es ist ein Sieg, der vorzeitig besiegelt wurde.
Doch die Hauptfrage im Frauenturnier ist noch offen.
Und genau das macht den Finaltag so besonders.
Ein Sieger steht bereits fest.
Der zweite wird sich vor unseren Augen entscheiden.
Und genau darin liegt das Wesen des Schachs.
Es erzählt niemals zweimal dieselbe Geschichte.