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Weg nach Weissenhaus 2027: Freestyle Friday kehrt zurück

Der Weg nach Weissenhaus 2027: Freestyle Friday kehrt zurück!

Der Weg zur Freestyle-Schach-Weltmeisterschaft 2027 nimmt wieder Fahrt auf. Am 2. Oktober kehrt Freestyle Friday auf Chess.com zurück – eine Serie wöchentlicher Online-Turniere, die einen Qualifikationsweg zum großen Schach-Event des Jahres in Weissenhaus bietet. Sowohl bei der offenen Weltmeisterschaft als auch bei den Frauen ist noch jeweils ein Platz über diesen Qualifikationsweg zu vergeben. Die Spannung dürfte dabei besonders groß werden: Zehn Freitage stehen auf dem Programm, anschließend folgt die entscheidende K.-o.-Phase.

Im Februar 2027 wird Weissenhaus erneut zum Zentrum der internationalen Freestyle-Schachszene. Doch bevor die weltbesten Spieler an der deutschen Ostseeküste eintreffen, müssen sie mehrere Qualifikationsstufen überstehen.

Was ist Freestyle Friday?

Freestyle Friday ist eine regelmäßige Online-Serie auf Chess.com und bildet einen der Qualifikationswege zur Freestyle-Schach-Weltmeisterschaft.

Der wichtigste Unterschied zwischen Freestyle Chess und dem klassischen Schach liegt in der Ausgangsstellung. Die Figuren auf der ersten Reihe werden vor jeder Partie zufällig angeordnet. Dadurch verliert die bekannte Eröffnungstheorie einen großen Teil ihrer Bedeutung. Die Spieler müssen bereits ab den ersten Zügen eigene Varianten berechnen.

Genau das macht Freestyle Friday zu mehr als nur einem weiteren Online-Turnier. Es ist ein langer Qualifikationskampf, bei dem Konstanz entscheidend ist. Ein einziger starker Abend reicht nicht aus – die Spieler müssen Woche für Woche Punkte sammeln.

Die Rückkehr nach der Sommerpause

Der erste Teil der Freestyle-Friday-Meisterschaft fand von Februar bis Juni 2026 statt. Am Ende dieser Phase sicherte sich Pranav Venkatesh einen Platz bei der offenen Weltmeisterschaft, während Anna Muzychuk das Ticket für das Frauen-Turnier erhielt. Venkatesh beendete den ersten Teil mit 60 Punkten, Muzychuk sammelte 88 Punkte.

Nun beginnt der zweite Teil des Wettbewerbs.

Die Freestyle Friday Championship Part 2 startet am 2. Oktober und findet jeden Freitag bis zum 4. Dezember statt. Die Ergebnisse aus dem ersten Teil werden dabei nicht gestrichen: Bereits gesammelte Punkte werden in die Gesamtwertung übernommen.

Damit starten die Teilnehmer in die zweite Saisonhälfte nicht bei null.

Wer kämpft um einen Platz?

Für die offene Weltmeisterschaft haben sich bereits fünf Spieler qualifiziert:

* Magnus Carlsen;

* Fabiano Caruana;

* Nodirbek Abdusattorov;

* Vincent Keymer;

* Pranav Venkatesh.

Die ersten drei erhielten ihre Qualifikation aufgrund ihrer Ergebnisse bei der Weltmeisterschaft 2026. Vincent Keymer sicherte sich seinen Platz mit dem Sieg beim grenke Freestyle Chess Open, während Venkatesh den ersten Teil von Freestyle Friday gewann.

Bei der Frauen-Weltmeisterschaft stehen bereits folgende Spielerinnen fest:

* Bibisara Assaubayeva;

* Harika Dronavalli;

* Alua Nurman;

* Dinara Wagner;

* Anna Muzychuk.

Damit sind in beiden Weltmeisterschaften noch jeweils drei Plätze frei.

Einer dieser Plätze wird über die Rückkehr von Freestyle Friday vergeben.

Zehn Freitage bis zum entscheidenden K.-o.-Turnier

Der zweite Teil der Serie umfasst zehn wöchentliche Turniere und läuft vom 2. Oktober bis zum 4. Dezember.

Nach Abschluss der regulären Phase erhalten die bestplatzierten teilnahmeberechtigten Spieler der Gesamtwertung die Chance, in der finalen K.-o.-Phase anzutreten. Das Viertelfinale findet am 11. Dezember statt, Halbfinale und Finale folgen am 18. Dezember. Der Sieger der entscheidenden Phase erhält in der jeweiligen Kategorie einen Startplatz bei der Weltmeisterschaft 2027.

Dabei ist ein wichtiger Punkt zu beachten: Ein Sieg in einer einzelnen Freitags-Partie – oder sogar in einem einzelnen Turnier – bedeutet noch nicht automatisch die Qualifikation für Weissenhaus. Das eigentliche Ziel besteht darin, die entscheidende Phase zu erreichen und sie zu gewinnen.

Wer ist bereits bereit für den Kampf?

Die Organisatoren erwarten bereits zum Auftakt ein starkes Teilnehmerfeld. Im offenen Wettbewerb werden unter anderem der Olympiasieger Nodirbek Jakubboev, Hans Niemann, Denis Lazavik und Jan Nepomnjaschtschi erwartet.

Auch im Frauen-Turnier sind unter anderem Anna Muzychuk und Alexandra Kosteniuk angekündigt. Im Laufe der Serie dürften weitere bekannte Schachspielerinnen und Schachspieler hinzukommen.

Eine weitere Besonderheit von Freestyle Friday ist das Übertragungsformat. Bekannte Schachprofis und populäre Content Creator werden als Moderatoren und Teilnehmer auftreten. Zu den von den Organisatoren genannten Namen gehören Maxime Vachier-Lagrave, Hans Niemann, Vidit Gujrathi, Anna Cramling, Dina Belenkaya und weitere Schachpersönlichkeiten.

Freestyle Friday ist jedoch nicht der einzige Weg

Für Spieler, die sich bislang noch keinen Startplatz sichern konnten, gibt es weitere Möglichkeiten.

Das erste zusätzliche Online-Qualifikationsturnier findet vom 29. November bis zum 3. Dezember 2026 statt. Ein weiteres folgt vom 3. bis zum 7. Januar 2027. Beide Turniere vergeben jeweils einen Platz bei der offenen und bei der Frauen-Weltmeisterschaft.

Damit werden die endgültigen Teilnehmerfelder für beide Weltmeisterschaften erst im Januar 2027 komplett sein.

Das große Ziel – Weissenhaus

Alle diese Qualifikationswege führen an denselben Ort: das Weissenhaus Private Nature Luxury Resort im Norden Deutschlands.

Die Freestyle-Schach-Weltmeisterschaft der Frauen ist für den 5. bis 7. Februar 2027 angesetzt, die offene Weltmeisterschaft folgt vom 12. bis 14. Februar. An jedem der beiden Turniere nehmen acht Spielerinnen beziehungsweise Spieler teil.

Dort werden die neuen Weltmeister in einer Disziplin ermittelt, die von der FIDE mit Chess960, auch bekannt als Fischer Random Chess, verbunden wird.

Warum ist der zweite Teil von Freestyle Friday so wichtig?

Mit der Rückkehr der Serie werden Oktober, November und Dezember zu einer vollständigen Qualifikationsphase.

Die Spieler brauchen mehr als nur ein spektakuläres Ergebnis. Sie müssen konstant punkten, um Plätze in der Gesamtwertung kämpfen und anschließend dem Druck der K.-o.-Partien standhalten, wenn es um alles geht.

Für die Fans bedeutet das nahezu jede Woche eine neue Geschichte aus der Welt des Freestyle Chess: neue Ausgangsstellungen, überraschende Eröffnungen, Weltklassespieler im Online-Duell und ein großes Ziel – Weissenhaus.

Die Zielgerade beginnt

Am 2. Oktober öffnet Freestyle Friday erneut die Tür zur Weltmeisterschaft 2027. Zehn Turniere stehen bevor, anschließend folgen die K.-o.-Phase im Dezember sowie zwei weitere Qualifikationsturniere im November und Januar.

Fünf Plätze bei jeder Weltmeisterschaft sind bereits vergeben, drei Positionen bleiben jedoch noch offen. Nachdem die erste Hälfte der Qualifikationsserie Pranav Venkatesh und Anna Muzychuk nach Weissenhaus geführt hat, beginnt nun ein neues Kapitel.

Bis zum deutschen Austragungsort sind es noch einige Monate. Doch für alle, die davon träumen, um den Weltmeistertitel im Freestyle Chess zu kämpfen, beginnt der Weg dorthin bereits heute – mit einem neuen Freestyle Friday.