FIDE unterstützt nepalesische Schachspieler nach verheerenden Überschwemmungen
FIDE bekundet Unterstützung für Nepals Schachgemeinschaft nach verheerenden Überschwemmungen
Die Schachwelt hat nach einer schweren Naturkatastrophe ihre Solidarität mit Nepal bekundet. Der Internationale Schachverband (FIDE) hat der Schachgemeinschaft des Landes eine Unterstützungsbotschaft übermittelt, nachdem am 26. August 2026 verheerende Überschwemmungen Nepal getroffen hatten.
In ihrer offiziellen Erklärung sprach die FIDE allen Betroffenen ihr tiefstes Mitgefühl aus und betonte, dass die internationale Schachgemeinschaft in dieser schwierigen Zeit an der Seite des Nepal Chess Federation steht.
Überschwemmungen stellen Nepal vor eine große Herausforderung
Die Naturkatastrophe vom 26. August hatte schwerwiegende Folgen für das Land. Die Überschwemmungen trafen zahlreiche Gemeinden in Nepal und führten zu Todesfällen, beschädigten Häusern und erheblichen Beeinträchtigungen des täglichen Lebens.
Während die Rettungs- und Wiederaufbauarbeiten weitergehen, hat die FIDE ihre Solidarität mit der Bevölkerung Nepals zum Ausdruck gebracht.
Der Verband betonte, dass seine Gedanken bei den Menschen sind, die Angehörige, ihre Häuser oder ihre Lebensgrundlage verloren haben, sowie bei allen Gemeinschaften, die von der Katastrophe betroffen sind.
FIDE richtet Botschaft an den Nepal Chess Federation
Die Botschaft richtete sich an den Präsidenten und die Mitglieder des Nepal Chess Federation. Der amtierende FIDE-Präsident Viswanathan Anand übermittelte die Unterstützung des internationalen Schachverbands.
In seiner Botschaft sprach Anand sein tiefstes Mitgefühl angesichts der tragischen Ereignisse aus und unterstrich die Solidarität der FIDE mit den Schachspielerinnen und Schachspielern Nepals.
Dabei ging es nicht nur um professionelle Schachspieler, sondern um die gesamte Schachgemeinschaft des Landes. Die FIDE bat darum, ihre Unterstützungsbotschaft an alle Mitglieder der Gemeinschaft weiterzugeben, insbesondere an diejenigen, die unmittelbar von den Überschwemmungen betroffen sind.
„Wir stehen solidarisch an Ihrer Seite und hoffen, dass die Rettungs- und Wiederaufbaumaßnahmen den Betroffenen Erleichterung bringen werden.“
Damit ging die Erklärung der FIDE über eine rein formelle Geste hinaus. Sie stellte ein Zeichen der Unterstützung für Menschen dar, für die Schach ein wichtiger Bestandteil ihres sozialen und kulturellen Lebens ist.
Schach in Nepal entwickelt sich weiter
Die Unterstützung der FIDE ist vor dem Hintergrund der bemerkenswerten Entwicklung des Schachs in Nepal in den vergangenen Jahren besonders bedeutsam.
Im Juni 2026 wurden in Nepal die nationalen Meisterschaften der Männer und Frauen ausgetragen. FM Rupesh Jaiswal und Kritishara Adhikari gewannen die jeweiligen Titel. Die Ergebnisse spielten zudem eine wichtige Rolle bei der Zusammenstellung der nepalesischen Nationalmannschaften für die 46. Schacholympiade, bei der sie ihr Land auf internationaler Ebene vertreten werden.
Auch der Nepal Chess Federation beteiligt sich an internationalen Programmen zur Entwicklung des Schachs. Im Jahr 2025 gehörte Nepal zu den Verbänden, die im Rahmen des Projekts Freedom Asian Chess Initiatives Unterstützung erhielten. Das Programm soll nationale Schachverbände stärken, die Schachausbildung fördern und die internationale Zusammenarbeit ausbauen.
Darüber hinaus erhielten Schachinitiativen in Nepal Unterstützung durch FIDE-Projekte zur Förderung des Frauen- und Kinderschachs. Im Januar 2026 fand beispielsweise in Kathmandu ein Schachseminar für Kinder aus marginalisierten Gemeinschaften statt. Insgesamt nahmen 17 Kinder teil, darunter 11 Mädchen.
Schach als Teil der internationalen Gemeinschaft
Botschaften wie diese zeigen, dass die Rolle der FIDE weit über die Organisation von Turnieren und die Verwaltung von Schachratings hinausgeht.
Der internationale Schachverband betrachtet Schach zunehmend als Instrument, um Menschen miteinander zu verbinden, Bildung zu fördern und Gemeinschaften zu unterstützen. In den vergangenen Jahren wurden verschiedene Projekte ins Leben gerufen, die der Entwicklung des Schachs in Gemeinschaften dienen, die mit sozialen oder humanitären Herausforderungen konfrontiert sind.
Die Botschaft der FIDE an Nepal fügt sich daher in eine größere Entwicklung ein: Die internationale Schachgemeinschaft möchte ihre nationalen Verbände nicht nur während sportlicher Wettbewerbe unterstützen, sondern auch in schwierigen Zeiten an ihrer Seite stehen.
Der Weg zurück zur Normalität
Für Nepal besteht die unmittelbare Aufgabe nun darin, die Folgen der Katastrophe zu bewältigen und den Menschen zu helfen, die sich in einer schwierigen Lage befinden. Die Rettungs- und Wiederaufbauarbeiten werden entscheidend dafür sein, dass die betroffenen Regionen schrittweise zum normalen Alltag zurückkehren können.
Auch für die nepalesische Schachgemeinschaft wird dies zu einer Bewährungsprobe. Turniere, Trainingseinheiten und internationale Wettbewerbe bleiben wichtig. Nach einer schweren Naturkatastrophe müssen jedoch zunächst die Sicherheit der Menschen und die Wiederherstellung der beschädigten Infrastruktur im Mittelpunkt stehen.
Die FIDE hat ihre Hoffnung zum Ausdruck gebracht, dass Nepal die Folgen der Tragödie möglichst schnell überwinden und sich von den Überschwemmungen erholen kann.
Solidarität der Schachwelt
Das Schachbrett verbindet Menschen unabhängig von Nationalität, Sprache oder Kultur. Deshalb kann eine Tragödie, die eine nationale Schachgemeinschaft trifft, zu einem Anlass für Unterstützung durch Spieler und Organisationen aus aller Welt werden.
Das nepalesische Schach hat in den vergangenen Jahren bemerkenswerte Fortschritte gemacht. Die Spieler des Landes vertreten Nepal weiterhin auf der internationalen Bühne. Nun steht die Gemeinschaft vor einer anderen Herausforderung: die Folgen der Naturkatastrophe zu bewältigen und schrittweise zum normalen Leben zurückzukehren.
Die FIDE hat bereits ihre Solidarität mit Nepal bekundet. Nun bleibt zu hoffen, dass die Rettungs- und Wiederaufbaumaßnahmen den Betroffenen möglichst schnell Erleichterung bringen und die nepalesische Schachgemeinschaft nach und nach zu ihren gewohnten Aktivitäten zurückkehren kann.