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Außerordentliche Generalversammlung der FIDE – 27. Dezember 2026

FIDE beruft außerordentliche Generalversammlung ein: Die Arbeit von Samarkand wird fortgesetzt

Auch im Schach lassen sich nicht alle wichtigen Fragen in einer einzigen Sitzung klären. Die Beratungen enden, doch die Arbeit geht weiter: Vorschläge müssen präzisiert und ausstehende Entscheidungen getroffen werden. Für einen internationalen Verband gehört es zur Verantwortung gegenüber der Schachgemeinschaft, diese offenen Themen erneut aufzugreifen.

Außerordentliche Generalversammlung der FIDE 2026 – Internationale Online-Sitzung

Am 27. Dezember 2026 hält die FIDE eine außerordentliche Generalversammlung im Onlineformat ab. Der Beginn ist für 14:30 Uhr mitteleuropäischer Zeit — 16:30 Uhr Moskauer Zeit vorgesehen. Die offizielle Einladung wurde am 26. Oktober veröffentlicht.

Warum die FIDE erneut zusammenkommt

In seiner Einladung erinnerte FIDE-Präsident Timur Turlov an seine öffentliche Zusage, noch vor Jahresende eine weitere Generalversammlung abzuhalten. Die nationalen Verbände sollen die Gelegenheit erhalten, sich mit den Fragen zu befassen, die nach dem Treffen in Samarkand offen geblieben sind.

Die Sitzung im Dezember soll die dort begonnene Arbeit abschließen und Entscheidungen ermöglichen, die für die weitere Tätigkeit und Entwicklung der Organisation erforderlich sind. Die Generalversammlung wird auf Grundlage eines Beschlusses des FIDE-Rats einberufen.

Wer zur Teilnahme eingeladen ist

Die Einladung richtet sich an Delegierte, Vertreter angeschlossener Organisationen, Ehrenfunktionäre, Mitglieder des Zonenrats und Vorsitzende der Kommissionen.

Eingeladen sind außerdem der amtierende Weltmeister und die amtierende Weltmeisterin, Mitglieder des Management Boards und des Beirats sowie weitere FIDE-Funktionäre. Den Zugangslink und die technischen Hinweise stellen die Organisatoren im Vorfeld bereit.

Was über die Tagesordnung bekannt ist

Die vollständige Tagesordnung und die dazugehörigen Unterlagen sollen spätestens am 27. November 2026 verschickt werden. Die veröffentlichte Einladung nennt keine konkreten Beratungspunkte. Daher lässt sich derzeit noch nicht sagen, worüber im Einzelnen abgestimmt werden soll.

Erst anhand dieser Unterlagen wird sich der Umfang der bevorstehenden Sitzung einschätzen lassen. Für eine fundierte Diskussion kommt es auf die Details an: den Wortlaut der Vorschläge, ihre Begründung und die Folgen einer möglichen Annahme. Diese Informationen ermöglichen es den Teilnehmern, ihre Positionen vorzubereiten und Fragen zu stellen, bevor die Abstimmungen beginnen.

Was die Schachgemeinschaft erwarten kann

Wer vor allem Turniere und Partien verfolgt, empfindet eine Verbandssitzung möglicherweise als weit entfernt vom Schachalltag. Doch die Qualität der Verbandsführung zeigt sich auch in nachvollziehbaren Abläufen: Wie präzise sind Vorschläge formuliert? Bleibt genügend Zeit zur Vorbereitung? Und lässt sich der Weg von der Diskussion bis zum Beschluss transparent verfolgen?

Der nächste wichtige Schritt ist deshalb die Versendung der Unterlagen im November. Sobald sie vorliegen, wird sich konkret beurteilen lassen, welche Aufgaben die FIDE im Dezember zum Abschluss bringen will.

Entscheidend sind die Beschlüsse

Mit der Einladung steht der Termin für die Fortsetzung der Beratungen fest. Nun kommt es auf die Tagesordnung, die Diskussion und die abschließenden Dokumente an.

Offene Fragen erneut aufzugreifen, sagt für sich genommen noch nichts über das Ergebnis aus. Es schafft jedoch die Möglichkeit, begonnene Arbeit zu Ende zu führen. Wie erfolgreich die FIDE diese Gelegenheit nutzt, wird sich an den Beschlüssen der Generalversammlung im Dezember und ihrer anschließenden Umsetzung zeigen.